Pressemeldung: Public Charging Quality

Trotz häufiger Ladefehler bleibt die Zufriedenheit hoch.

EV Public Charging: Trotz häufiger Ladefehler bleibt die Zufriedenheit hoch

Stuttgart, 11.11.2025 – Neun von zehn Elektroautofahrerinnen und -fahrern erleben regelmäßig Ladefehler – 30 Prozent davon häufig. Dennoch sind 85 Prozent mit der öffentlichen Ladeinfrastruktur zufrieden. Das zeigt die neue „Public Charging Study 2025“ von USCALE. Ein zentraler Grund für die positive Gesamtbewertung ist die Unterstützung durch Hotlines: In drei von vier Fällen kann der Kundendienst Probleme direkt lösen.

Die Dringlichkeit des Themas belegen auch aktuelle Untersuchungen. Die VDA-Studie liefert dazu die harten Fakten zum Ausbau: Das Tempo beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur hat sich zuletzt verlangsamt. Eine Untersuchung des ADAC hat die Ladequalität an 50 Autobahnraststätten geprüft – mit ernüchterndem Ergebnis: Über die Hälfte der getesteten Ladestellen fiel durch. Während diese Studien auf Zählung und Expertenbewertung setzen, bringt die USCALE-Studie den Blick der Nutzerinnen und Nutzer ins Spiel: Sie zeigt, wie E-Autofahrer tatsächlich laden und welche Erfahrungen sie dabei machen.

Die Ursachen für Ladeprobleme sind vielfältig: defekte Ladesäulen, Schwierigkeiten bei Authentifizierung oder Bezahlung, abgebrochene Ladevorgänge oder Probleme beim Beenden und Entfernen des Steckers. Nicht jedes Problem wird als gravierend empfunden – an kleinere Schwierigkeiten haben sich viele EV-Fahrende gewöhnt. Dennoch bleibt manches trotz Routine ärgerlich. Besonders störend empfinden die Befragten Ladeabbrüche – vor allem, wenn sie weder über die Lade-App noch über die Fahrzeug-App kommuniziert werden.

Positiv hervorzuheben ist der Kundensupport: Jede dritte befragte Person hat bei einem Ladeproblem die Hotline kontaktiert – mit großem Erfolg. In 75 Prozent der Fälle konnte das Anliegen gelöst werden, in 55 Prozent sogar besser als erwartet.

Wer für technische Schwierigkeiten verantwortlich ist, können die Nutzenden selbst kaum beurteilen. Entsprechend bleiben es Einschätzungen: In erster Linie sehen die Befragten die Betreiber der Ladepunkte (CPOs) in der Pflicht, gefolgt von Ladesäulenherstellern und Serviceanbietern (je etwa ein Drittel) sowie Autoherstellern und Zahlungsdienstleistern (je rund ein Viertel).

Trotz dieser Herausforderungen bewerten 85 Prozent der EV-Fahrenden die öffentliche Ladeinfrastruktur als zufriedenstellend oder besser als erwartet.

Mit Blick auf die Zukunft betont der Studienverantwortliche, Dr. Axel Sprenger, Geschäftsführer der USCALE GmbH: „Mit neuen Kundensegmenten steigen die Erwartungen an die Ladequalität. Alle Akteure im Lade-Ökosystem müssen daher gezielter in die Fehlervermeidung investieren. Da viele Probleme im Zusammenspiel der technischen Komponenten entstehen, kann das nur mit deutlich engerer Zusammenarbeit gelingen.“

Über die Studie

USCALE hat im Rahmen der Public Charging Study im September und Oktober 2025 insgesamt 2.773 Fahrerinnen und -Fahrer in Deutschland nach ihren Erfahrungen mit dem Laden generell und 1.599 davon zum öffentlichen Laden befragt.

Weitere Unterlagen:

PRESSE-HANDOUT mit Graphiken
Weitere Informationen zur Studie
Übersicht aller Studieninhalte

zu USCALE

USCALE ist ein Beratungs- und Marktforschungsunternehmen zur Elektromobilität mit Sitz in Stuttgart. Basis der Arbeit von USCALE sind Customer-Insights-Studien zu allen Touchpoints der e-mobilen Customer Journey. Mit einem eigenen Panel von über 10.000 E-Auto-Fahrern liefert USCALE mit seinen Studien strukturiert die Pain Points der Nutzer und die Potenziale für alle Anbieter im Markt der Elektromobilität.

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USCALE GmbH, Silberburgstraße 112, 70176 Stuttgart, +49 711 620014-0, media@uscale.digital