Pressemitteilung: Fleet Charging Study 2026

USCALE-Studie mit N = 1.213 Fuhrparkentscheidern liefert detailliertes Bild der gewerblichen Flottenelektrifizierung in Deutschland

Fleet chargging Study 2026: Wer gewinnt den Markt für Flottenladen?

Stuttgart, 1. Juli 2026. In einer sehr umfangreichen Erhebung hat USCALE im April 2026 insgesamt 1.213 Fuhrparkentscheider aus Unternehmen aller Branchen und Größenklassen in Deutschland befragt. Die Fleet Charging-Studie 2026 liefert einen umfassenden Status-quo zur Flottenelektrifizierung und differenzierte Erkenntnisse zu Ladelösungen im Depot und unterwegs, zur IT-Integration, zu den Entscheidungskriterien der Flotten u.v.m.

Hohe Kosten verlieren an Bedeutung

Während 2024 noch 52 % der befragten „Nicht-Elektrifizierer“ hohe Fahrzeugkosten als wichtigsten Grund für die Zurückhaltung bei der Elektrifizierung nannten, sind es in der aktuellen Erhebung nur noch 41 %. Als Hauptgrund für die Zurückhaltung geben die Befragten heute an, derzeit andere Prioritäten zu haben. Für die Branche ist das eine gute Nachricht.

Strategisch geplant, taktisch investiert

56% der elektrifizierenden Unternehmen berichten, dass sie im Zusammenhang mit der Elektrifizierung eine langfristige Strategie verfolgen. Gleichzeitig investiert rund die Hälfte der befragten Unternehmen (48%) nur schrittweise, um bei der sich schnell entwickelnden Ladetechnik flexibel zu bleiben.

Depot-Laden: AC und DC gleichauf im Ausbau

Unabhängig von der Größe des Unternehmens und dem Fahrzeugmix bauen Unternehmen sowohl AC- als auch DC-Ladelösungen massiv aus. Großunternehmen setzen dabei starker auf DC.

Das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Lösungswahl ist die Erweiterbarkeit (34%), gefolgt von technischen Features und Systemschnittstellen. Große Unternehmen bevorzugen Komplettanbieter, die Hardware und Backend aus einer Hand liefern.

LMS gewinnt gegenüber FPMS an Boden

Während 2024 das Fuhrparkmanagementsystem (FPMS) klar im Zentrum stand, steigt die Bedeutung der Lademanagementsoftware (LMS) mit zunehmendem Umsetzungsstand. Je weiter ein Unternehmen bei der Elektrifizierung voranschreitet, desto wichtiger wird die Integration beider Systeme. Dabei ist auffällig, dass sich 21% der Unternehmen vorstellen können, dass das Fuhrpark-Managementsystem in das Lademanagement-System integriert wird (2024: 2%).

Die wichtigsten Datenschnittstellen betreffen Energie- und Netzmanagement (64%), Abrechnung (60%) sowie Einsatzplanung (53%).

Öffentliches Laden: Preis und Netzabdeckung entscheiden

Akzeptanznetzwerke, Mineralölunternehmen und CPOs liegen in der Nutzungspräferenz der Befragten gleichauf. OEM-Roaming-Angebote verlieren leicht gegenüber 2024. Reservierungssysteme werden von Flotten überwiegend abgelehnt. Preis und Netzabdeckung sind die dominierenden Auswahlkriterien, wobei Flotten noch nicht vollständig auf TCO-Betrachtung umgestellt haben.

Zitat Dr. Axel Sprenger, Gründer und Geschäftsführer der USCALE GmbH:

„Lademanagement ist kein Add-on mehr, sondern ruckt ins Zentrum der betrieblichen IT-Architektur. Wer heute Ladelösungen einführt, muss von Anfang an mitdenken, wie sich das System in Fuhrpark-, Energie- und ERP-Systeme integriert. Gleichzeitig öffnet dieser Paradigmenverschiebung den Anbietern im Ladeökosystem viele Chancen.“

Über die Studie

Online-Befragung (CAWI), April 2026, Deutschland. Gesamtstichprobe N = 1.213 Fuhrparkentscheider, davon 873 Elektrifizierer (vollständige Befragung) und 340 Noch-Nicht-Elektrifizierer. Rekrutierung über mehrere Panels (Bilendi, Dataforce, moweb, eTrucker-Plattform). Gewichtung nach Flottengröße.

Weitere Unterlagen:

Presse-Handout (Tagespresse) mit Graphiken
Presse-Handout (Fachpresse) mit Graphiken
Weitere Informationen zur Studie
Übersicht aller Studieninhalte

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