Persona-Studie zum nächsten Käufersegment von Elektrofahrzeugen

26.10.2021

Vier von fünf Europäern sind offen für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge – aber was muss geschehen, damit sie tatsächlich eines kaufen?

Die EVForward-Segmentierung von Escalent zeigt ein hohes Interesse an Elektrofahrzeugen in Europa, aber eine geringe Adoptionswahrscheinlichkeit von Autokäufer:innen in den fünf bevölkerungsreichsten europäischen Ländern.

Vier von fünf (81 %) Neuwagenkäufer:innen in Europa stehen batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen (BEVs) offen gegenüber. Allerdings erwarten nur 12 % der Käufer:innen, ein BEV als ihr nächstes Auto zu kaufen – ein klarer Hinweis für die Fahrzeughersteller, dass sie erhebliche Lücken schließen müssen, um die Akzeptanz von eAutos zu erhöhen. Die komplexen Wechselwirkungen von Einstellungen, Werten und Haushalts- und Ladebedingungen in Europa zeigen, dass diese Lücken vielfältiger Natur sind und von Produktangeboten bis hin zur Aufklärung und Unterstützung reichen.

Das sind die Ergebnisse von EVForward, der größten und umfassendsten Studie über die nächste Generation von Käufer:innen von Elektrofahrzeugen (EVs) – einschließlich BEVs und Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen – in den Vereinigten Staaten und Europa. Die Plattform wurde 2019 von unserem amerikanischen Partnerunternehmen Escalent entwickelt, einem führenden Beratungsunternehmen für Human Behaviour und Analytics mit umfassender Erfahrung in der Beratung der größten Automobilunternehmen der Welt.

Anhand der Ergebnisse der Studie hat das EVForward-Team sechs einzigartige EV-Käufer-Personas entwickelt. Escalent hat die Einstellungen, Lebensumstände, den Fahrzeugbesitz und das Nutzungsverhalten jeder Gruppe bewertet, um diese Personen auf einem Spektrum ihrer Adoptionswahrscheinlichkeit zu positionieren. Während einige Barrieren für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge für alle Personas gleich sind, sind andere Barrieren eher spezifisch für eine einzelne Gruppe.

“Die meisten Neuwagenkäufer:innen in den fünf größten europäischen Märkten werden sich mit der Idee von Elektrofahrzeugen auseinandersetzen, aber die Verbreitungsrate von EVs lag in der ersten Hälfte des Jahres 2021 noch unter 15 %, und unsere Untersuchungen zeigen, dass es keine Änderung gibt, die die kurzfristige Akzeptanz dramatisch verbessern wird”, sagte Mike Dovorany, Vice President Automotive & Mobility bei Escalent und Leiter von EVForward. “Entscheidend ist, dass die Automobilhersteller die Barrieren erkennen, die für verschiedene potenzielle Käufer:innen von Elektrofahrzeugen bestehen. Viele davon gehen über das Fahrzeug selbst hinaus. Zum Beispiel korreliert die wahrgenommene Einfachheit des Ladens zu Hause stark mit der Absicht, ein Elektroauto zu kaufen.”

Die Studie bietet eine Momentaufnahme der wichtigsten Stimmungen in Bezug auf E-Fahrzeuge und zeigt die wichtigsten Probleme auf, die die Autohersteller angehen müssen, um die Lücke zwischen Interesse und Akzeptanz zu schließen:

  • Die Reichweite, die langfristige Lebensdauer der Batterie bzw. die Kosten für den Austausch der Batterie und die Ladegeschwindigkeit führen die Liste der Barrieren für den Kauf eines Elektroautos bei allen Käufer:innen an, während der Preisunterschied zwischen einem neuen Elektroauto und einem herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeug nicht zu den fünf größten Barrieren zählt.
  • Nur 15 % der Käufer:innen planen, ausschließlich öffentliche Ladestationen für ihr E-Fahrzeug zu nutzen, während die restlichen 85 % eine große Rolle in einer Lademöglichkeit zuhause sehen.
  • Fast die Hälfte aller Verbraucher kennt keine öffentlichen Ladestationen entlang ihrer normalen Fahrtroute.
  • Tesla hat in Europa nicht den gleichen Meinungsvorsprung wie in den Vereinigten Staaten, da Audi, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen jeweils sehr dicht dahinter liegen und das Potenzial haben, den aufstrebenden Autohersteller zu überholen.

“EVForward zeigt, dass Strategien zur Förderung der BEV-Einführung nicht auf einer Vorlage beruhen können, die auf den derzeitigen BEV-Besitzer:innen basiert”, sagte Mark Carpenter, Mitgeschäftsführer der Escalent-Niederlassung in Surrey, Großbritannien. “Die Gruppe der sogenannten Early Adopters unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der Mehrheit, die heute noch Verbrenner fährt. Aus unseren Ergebnissen geht auch klar hervor, dass eine Einheitsstrategie innerhalb eines Landes oder länderübergreifend nicht zu der erforderlichen Akzeptanz führen wird, da Europa eine Reihe unterschiedlicher und komplexer Herausforderungen aufweist”.

Um mehr zu erfahren, laden wir Sie herzlich zu einem Webinar mit Mike Dovorany und Mark Carpenter mit dem Titel “EVForward: Meet the Next Generation of EV Buyers in Europe” am Mittwoch, 10. November von 16:00 bis 16:45 Uhr CET. Die Gastgeber werden einen genaueren Blick auf die potenziellen Käufer:innen von Elektrofahrzeugen werfen, einschließlich der Frage, wie sie sich von den Early Adopters unterscheiden, welche länderspezifischen Faktoren eine Rolle spielen und welche Käufer:innen mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Elektrofahrzeug als ihr nächstes Fahrzeug ernsthaft in Betracht ziehen. Anmelden können Sie sich hier.

Über EVForward™

Die EVForward Europe-Studie wurde in fünf europäischen Ländern durchgeführt: Vereinigtes Königreich (n=1.926), Deutschland (n=1.947), Frankreich (n=1.667), Italien (n=1.866) und Spanien (n=1.846). Es handelt sich um eine marktrepräsentative Stichprobe von 9.252 Befragten, die zwischen dem 23. April und dem 7. Juni 2021 befragt wurden. Die Befragten sind zwischen 18 und 80 Jahre alt, haben ein Erstfahrzeug des Modells 2015 oder neuer und planen den Kauf eines neuen Fahrzeugs innerhalb der nächsten 5 Jahre. Die Daten wurden nach Alter und Geschlecht gewichtet, um den demografischen Merkmalen der Neuwagenkäufer:innen zu entsprechen, und nach Fahrzeugsegmenten, um den aktuellen Fahrzeugverkäufen zu entsprechen. Die Stichprobe für diese Untersuchung stammt aus einem Opt-in-Online-Panel. Daher sind alle angegebenen Fehlermargen oder Signifikanztests geschätzt und beruhen auf denselben statistischen Annahmen wie Daten, die aus einer zufälligen Wahrscheinlichkeitsstichprobe stammen. Escalent stellt auf Anfrage den genauen Wortlaut der Umfragefragen zur Verfügung.

Über Escalent

Escalent ist ein führendes Beratungsunternehmen für menschliches Verhalten und Analytik, das sich auf Branchen spezialisiert hat, die vor Umwälzungen und geschäftlichen Veränderungen stehen. Als Katalysator des Fortschritts seit mehr als 40 Jahren verwandeln sie Daten und Erkenntnisse in ein tiefes Verständnis dessen, was Menschen antreibt. Escalent hilft Unternehmen dabei, diese Triebkräfte in Handlungen umzuwandeln, die Marken aufbauen, das Kundenerlebnis verbessern und zu Produktinnovationen inspirieren. Besuchen Sie escalent.co, um zu sehen, wie Escalent dabei unterstützt, die Marken zu formen, die die Welt umgestalten.

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